KNX Lichtsteuerung

Dem Begriff KNX begegnet man sehr häufig im Zusammenhang mit dem Thema Smarthome, denn hinter dem Begriff verbirgt sich ein System von Standards für die intelligente Vernetzung der Haustechnik.

KNX ist das Kürzel für Konnex-Bus und internationaler Standard in der Gebäudeautomation. Mit dem System können alle Komponenten der Haus- und Gebäudesystemtechnik vernetzt werden, wobei KNX die Stromversorgung von der Steuerung trennt. Dadurch können über die Steuerleitungen Daten ausgetauscht werden.

Die Normungsgrundlagen für KNX bilden die EN 50090 sowie die ISO/IEC 14543-3 und die DIN EN 13321-1.

Entwicklung des KNX-Systems

Eigentlich war KNX zuerst gar nicht für die Beleuchtungssteuerung vorgesehen, wird aber mittlerweile immer öfter dafür eingesetzt oder mit einem DALI– oder DMX-System verbunden.

KNX ist eine Weiterentwicklung des EIB-Busses und bezieht zudem die Feldbusse BatiBus und EHS ein. Es handelt sich hierbei vorrangig um eine Lösung für das gesamte Gebäudemanagement, wobei grundsätzlich auch nur bestimmte Gebäudesysteme wie z.B. die Beleuchtung steuerbar sind.

Ein Standard für zahlreiche Beleuchtungsmöglichkeiten

Dank RGB-Steuerung mit KNX lassen sich bei der LED Beleuchtung Effekte und komfortable Beleuchtungsszenarien erzeugen, die mit anderen technischen Lösungen wesentlich aufwändiger und kostenintensiver wären. Der Einschalt- und Ausschaltzeitpunkt ist ebenso steuerbar wie die Lichtfarbe.

Über die Beleuchtung hinaus können mit KNX zahlreiche weitere Geräte und Systeme im Gebäude verbunden werden, z.B.:

  • DALI-basierte Beleuchtungen
  • Heizung
  • Lüftung
  • Audiosysteme
  • Jalousien
  • Sicherheitstechnik

KNX sorgt daher nicht nur für mehr Komfort, sondern auch für mehr Sicherheit und eine erhöhte Energieeffizienz.

Technische Details von KNX

Ein KNX-System setzt sich aus folgender Hardware zusammen:

  • Sensoren (z.B. Thermostat, Schalter) – erzeugen Befehle in Form von Telegrammen
  • Aktoren (z.B. Schaltrelais für Licht, Jalousien) – setzen empfangene Telegramme in eine Aktion um
  • Busleitung – verbindet alle Sensoren und Aktoren für den Telegrammverkehr

Alle Komponenten des KNX BUS-Systems sind über eine der folgenden Verkabelungs-Varianten mit 29 V-Gleichspannung verbunden:

  • Twisted-Pair-Kabel TP
  • Powerline PL
  • Funk RF
  • Infrarot-Lichtwellen IR

Das Twisted-Pair-Kabel ist die betriebssicherste Lösung und funktioniert mit einem zusätzlichen Steuerungskabel.

Die Komponenten – die Sensoren und Aktoren – kommunizieren über Datentelegramme. Bis zu 64 BUS-Teilnehmer können pro Linie verbunden werden, an der Hauptlinie können 15 Linien angeschlossen werden.

Die Programmierung der KNX-Komponenten erfolgt über die Software ETS. Die Nennspannung beträgt 24 V. Die Datenübertragungsgeschwindigkeit beträgt 9600 Bit/s.

Für die Steuerung ist keine Zentrale erforderlich, jedes verbundene Element wird einzeln mit einem Mikroprozessor ausgestattet und kann mit jedem anderen Element des Systems kommunizieren. Die Steuerung kann auch extern erfolgen, z.B. über das Smartphone, um jederzeit Kontrolle über alle angeschlossenen Komponenten der Haustechnik zu haben.

Vorteile und Nachteile von KNX

Der Aufwand für die Verkabelung bei KNX ist viel geringer als bei einer klassischen Elektroinstallation. Und Änderungen sind ebenfalls leichter umsetzbar, weil lediglich ein Umprogrammieren erforderlich ist statt einer Änderung an der Installation. Allerdings sind die Kosten für Anschaffung und Anschluss wesentlich höher als bei einer herkömmlichen Installation.